Finanzhilfen für BNE-Schulprojekte

Haben Sie eine innovative Idee, wie Sie BNE an Ihrer Schule umsetzen und verankern möchten? Sie benötigen dafür nur noch inhaltliche und finanzielle Unterstützung?

Setzen Sie sich mit uns in Verbindung!

Der nächste Eingabetermin: 30. April 2027

Der Projektbeginn (Aktivitäten mit den SuS) ist frühestens im folgenden Schuljahr (ab August) geplant. Die Vorlagen erhalten Sie nach einer ersten Kontaktaufnahme mit uns.   

Antragsberechtigt:
Schulnetz21-Mitgliedschulen

  
Mit den Finanzhilfen für die Bildung für Nachhaltige Entwicklung (FH BNE) richtet sich éducation21 an die Schulleitungen und Lehrpersonen sämtlicher Schulstufen bis zur Sekundarstufe II (Berufsschulen, Fachmittelschulen und Gymnasien) welche Mitglied des Schulnetz21 sind und in allen Sprachregionen der Schweiz. Die Höhe der Unterstützung variiert von 5’000 CHF bis maximal 20’000 CHF pro Projekt.

Wenn Sie eine passende Projektidee haben, gehen Sie so vor: Nach einem ersten Kontakt mit uns verfassen Sie den Projektantrag. Dieser wird von éducation21 validiert, eine Kooperationsvereinbarung wird abgeschlossen – und die Umsetzung kann starten.

Weitere Informationen zum Ablauf und den Kriterien finden Sie im «Merkblatt» 

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Achtung: Die Projekte können frühestens im folgenden Schuljahr (ab August) beginnen.

Laufende Projekte:

26BNE09 Schulgarten-Projekt Rüfenacht

Kontakt: Julia Schmid

Primarstufenkreis Rüfenacht (BE), 350 Schüler und Schülerinnen der Zyklen 1 und 2 (1H bis 8H)

Beteiligter Akteur : Stiftsgarten Bern

Beschrieb : Das Projekt «Schulgarten» entsteht ausgehend von der Existenz von ungenutzten Flächen und vom Bedarf nach mehr Unterricht im Freien. Schülerinnen und Schüler gestalten im Rahmen eines partizipativen Pilotprojekts einen Garten- und Biotopbereich, wodurch BNE systematisch im Unterricht und in der ganzheitlichen Schulentwicklung verankert wird. Die Lernenden planen und realisieren u. a. die Erweiterung von Hochbeeten, eine Kräuterspirale, sowie Totholz- und Steinhabitate im und um das Biotop zur Förderung der Biodiversität und als Lernobjekt. Auch Nutz- und Wildpflanzenflächen sowie Sitz- und Lernorte werden gemeinsam entwickelt. Die Lernenden übernehmen dabei Verantwortung, reflektieren Zielkonflikte zwischen Menschen und Umwelt und setzen sich thematisch mit nachhaltiger Ernährung und Ressourcennutzung auseinander. Das Projekt wird im Kollegium verankert und langfristig auf weitere Klassen ausgeweitet. So entsteht ein nachhaltiger Lernort, der von den Lernenden aktiv mitgestaltet und getragen wird.

26BNE07 Eine harmonisierte Bildung für Nachhaltige Entwicklung

Kontakt : Anne-Elisabeth Bouscary

Gymnasium Auguste Piccard, Lausanne (VD), 24 Lernende einer 1. Jahr Klasse

Beteiligte Akteure : Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeit der Uni Lausanne, Enterprise for Society (E4S), HEP Vaud, Vidy théâtre, botanischer Garten, Verein Sauvons le Leman.

Beschrieb: Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines einheitlichen Bildungsprogramms zur Nachhaltigkeit, das in einer Pilotklasse der 1. Jahrgangsstufe einer Maturitätsschule umgesetzt wird. Das Projekt steht im Einklang mit den Zielen der Nachhaltigkeitsstelle des Kantons Waadt sowie mit den Empfehlungen des neuen Rahmenlehrplans (PEC24) im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Das Projektteam entwickelt Unterrichtsmaterialien, um den Schülerinnen und Schülern eine objektive und möglichst umfassende Sicht auf die vielfältigen Herausforderungen der Nachhaltigkeit zu vermitteln und die damit verbundenen Spannungsfelder zu berücksichtigen. So soll das Projekt den Lernenden helfen, komplexes Denken zu entwickeln und die für ihre Zukunft notwendigen Kenntnisse, Werte und Einstellungen zu erwerben. In der Pilotklasse führt das Projektteam einen fächerübergreifenden BNE-Unterricht durch, der verschiedene Disziplinen der Natur- und Geisteswissenschaften und der Künste miteinander verbindet, um den fragmentierten Unterricht zum Thema Nachhaltigkeit zu harmonisieren und eine systemische Sichtweise zu vermitteln. Das Projekt bevorzugt aktive, partizipative und kooperative pädagogische Ansätze, die im Einklang mit den Inhalten der Unterrichtseinheiten stehen.

26BNE06 Wilde Balladen – Lieder über Blumen im Wandel der Jahreszeiten

Kontakt : Stéphane Guinchard

Schulkreis La Sarraz (VD), 260 Schüler und Schülerinnen des Zylus 1 (1H à 4H)

Beteiligte Akteure : Verein CommeUneOrange, Zentrum für Outdoor Education der HEP Vaud

Beschrieb : Das Projekt zielt darauf ab, die pädagogischen Praktiken zu verändern, indem es einen fächerübergreifenden, im Freien stattfindenden und regional verankerten Unterricht fördert. Das Projektteam konzipiert Wanderungen in die Natur, begleitet von 12 Liedern (Balladen) zu 12 Blumen, die für den Zyklus 1 geeignet sind. Dabei sind folgende Aktivitäten möglich:

  • Spazierengehen, um die Umgebung zu entdecken, Blumen kennenzulernen, den Lebensraum, die Jahreszeiten und die Zyklen der Natur zu beobachten.
  • Singen, um Überlegungen zum Sinn der Texte einzubeziehen.
  • Sich körperlich ausdrücken, um die Körperlichkeit der Blume zu erkunden (zum Beispiel sich wie der Spitzwegerich im Wind wiegen).
  • Zeichnen, um die Formen und Farben der Blumen zu beobachten.

Das Projekt mündet in einen Liederband, der vom Rossolis-Verlag herausgegeben wird und in dem jede Blume mit einer detaillierten Notenpartitur, einem Link zum Anhören und einigen Merkmalen der Blume vorgestellt und durch eine poetische Illustration in Szene gesetzt wird. Das Audiomaterial umfasst eine Hörversion und eine Karaoke-Version. Zum Buch gibt es ein pädagogisches Begleitmaterial für Lehrpersonen, das von den am Projekt beteiligten Lehrpersonen mit Unterstützung des Kompetenzzentrums Outdoor Education der HEP Vaud entwickelt wird.

26BNE03 Samen für die Zukunft („Graines d’avenir“)

Kontakt : Salomé Bielser

Schule Jean-Jacques Rousseau, Val-de-Travers (NE), 1400 Schüler und Schülerinnen der Zyklen 1 bis 3 (1H à 11H)

Beteiligte Akteure : Association Morphose, Gemeinde Val-de-Travers, Universität Lausanne

Beschrieb: Auf Schulebene zielt das Projekt „Samen für die Zukunft – Lasst uns heute die Lösungen von morgen schaffen“ darauf ab, die Bildung für nachhaltige Entwicklung in den Mittelpunkt des Schulalltags zu rücken. Nach einer Phase der gemeinsamen Konzeption, an der rund dreissig Lehrpersonen beteiligt waren, tritt die Schule nun in eine Umsetzungsphase (2026–2029) ein, in der schrittweise alle Schüler und Schülerinnen, das Lehrpersonal und die gesamte Bildungsgemeinschaft einbezogen werden. Das Projekt umfasst einen kohärenten pädagogischen Lehrplan für die gesamte Pflichtschulzeit, der ökologische, soziale und staatsbürgerliche Themen in den Lernprozess integriert. Dank innovativer pädagogischer Ressourcen, von den Schülerinnen und Schülern selbst konzipierter Projekte (Bücher, Forumtheater), naturbezogener Aktivitäten (Gärten, Unterricht im Freien) und gemeinsam mit den Partnern entwickelter Workshops zu Öko-Emotionen wird die Schule zu einem echten Ort des Experimentierens. Durch die Einbindung der Schulleitung, der Familien, der Gemeinde und lokaler Akteure verändert das Projekt die pädagogischen Praktiken und die Kultur der Schule nachhaltig. Als Teil des Lehrplans (Plan d’Etude Romand, PER) und fest in der Region verankert, stellt es ein Modell dar, das auf andere Schulen des Kantons übertragbar ist.

26BNE01 Das CLAC präsentiert ¿ZEROREZO? (Null Empfang)

Kontakt: Sarah Friesen

Gymnasium von Nyon (VD), 50 Lernende des Gymnasiums

Beteiligte Akteure : Partner aus Kultur und Vereinswesen

Beschrieb: „So sehr soziale Netzwerke versprechen, uns miteinander zu verbinden und uns die Welt zu öffnen, können sie uns umgekehrt auch von ihr abschneiden, indem sie uns in Blasen einschliessen, die – ähnlich wie ein Filter – ebenso sehr schützen wie isolieren oder gar spalten.“ (Projektentwicklerin, Übersetzung é21). Am Gymnasium von Nyon lädt die Ausstellung „¿ZEROREZO?“ die Schüler und Schülerinnen dazu ein, die Ambivalenz sozialer Netzwerke und deren Auswirkungen auf zwischenmenschliche Beziehungen, das Wohlbefinden und die psychische Gesundheit zu erkunden. Die vom CLAC - Container-Labor für gemeinsame Kunst - präsentierte und auf dem Schulhof installierte Themenausstellung wird das Gymnasium zu einem Ort der Reflexion, der Kreativität und des Dialogs über das Thema der sozialen Netzwerke machen. Die Ausstellung, die durch kreative Arbeiten und Erfahrungsberichte von Schülerinnen und Schülern bereichert wird, steht der gesamten Schulgemeinschaft sowie der Öffentlichkeit offen. Sie wird von mehreren pädagogischen Aktivitäten begleitet, die innerhalb des Gymnasiums durchgeführt werden, darunter die Ausarbeitung einer Digitalcharta, die Einrichtung von Ruheräumen sowie Filmvorführungen und Vorträge. Dieses Projekt, von und für Lernende, fügt sich konsequent in einen Ansatz der Bildung für nachhaltige Entwicklung ein.

25BNE08 Stress ! Wir stellen uns der Herausforderung

Kontakt: Vanessa Vienney-Legagneur

Schule « Collège du Sud », Bulle (FR), 1450 Schüler und Schülerinnen der Sekundarstufe II (Gymnasiale Maturität, Fachmittelschule, Berufsbildung)

Beteiligter Akteur: Radix

Beschrieb: Ziel dieses Projekts ist es, Stresssituationen aufzuzeigen und zu lernen, wie man auf Schulebene damit umgeht, um das Leben der Jugendlichen zu verbessern und ihren Lernprozess zu erleichtern. Durch die frühzeitige Erkennung von Stress kann beispielsweise das Auftreten von Angststörungen verringert werden, die für einige Schüler und Schülerinnen im Rahmen ihrer Schulausbildung ein ernstes Problem darstellen. Radix ist 18 Monate lang in regelmässigen Abständen in der Schule präsent, um den Beteiligten die Instrumente und Ressourcen an die Hand zu geben, mit denen sie Stresssituationen selbst bewältigen können. Zu Beginn werden diese Personen eine Bestandsaufnahme des Stresses erstellen, den die Schüler/innen in der Einrichtung erleben, und dann die Lehrpersonen sensibilisieren, damit sie lernen, Stresssituationen zu erkennen und entsprechend zu handeln. Diese Sensibilisierung – im Rahmen eines Fortbildungstages innerhalb der Einrichtung – soll es den Lehrpersonen ermöglichen, Stressfragen anzusprechen, die Erkennung und Betreuung der Schüler/innen zu verbessern und Kompetenzen für ihr Berufsleben zu entwickeln. Eine weitere Gruppe, bestehend aus acht Lehrpersonen und zwei Mitglieder der Schulleitung, wird das Projekt umsetzen, begleiten und langfristig etablieren, damit die Einrichtung über alle notwendigen Instrumente verfügt, um zukünftige Stresssituationen zu bewältigen.

25BNE07 Aussenklassenzimmer

Kontakt: Janik Waller

Schule Nebikon, Nebikon (LU), 400 Schüler und Schülerinnen der obligatorischen Schule (1H bis 11H)

Beteiligter Akteur: Walden Outdoor

Beschrieb: Das Projekt bietet Schülerinnen und Schüler aus Nebikon die Möglichkeit, Lernen und Naturerfahrung in einem einzigartigen Rahmen zu verbinden. Der Aussenunterricht findet auf einer Wiese der Schule statt und ist für alle Klassenstufen konzipiert. Unter dem übergreifenden Ziel des Verhaltens im sozio-emotionalen Lernen werden in diesem Projekt naturbasierte Lernsettings geschaffen. Das Time-in bezeichnet das Aussenklassenzimmer, ein Zelt, in welchem die SuS entweder eine Auszeit nehmen können oder als ganze Klasse hingehen, um einen naturbezogenen Unterricht zu erleben. Dieses Projekt hat zum obersten Ziel in der Schule ganzheitliches Lernen zu ermöglichen, sozio-emotionale Kompetenzen zu stärken und das Gemeinschaftsgefühl durch die Teilnahme aller Klassen zu stärken. Es wird in mehreren Modulen über das Schuljahr verteilt und an den Stundenplan angepasst. Gleichzeitig werden neben naturwissenschaftlichem Arbeitsmaterial auch Materialien zur Förderung des sozio-emotionalen Lernens zur Verfügung gestellt, um einen abwechslungsreichen und interaktiven Unterricht zu gewährleisten.

25BNE03 Idiomas - Sprache(n)

Kontakt: Nicolas Jobin

Schule « Ecole secondaire du Val Terbi », Vicques (JU), 260 Schüler und Schülerinnen der Sekundarstufe  

Beteiligte Akteure: Künstler/innen

Beschrieb: In diesem Projekt beschäftigen sich die Schüler und Schülerinnen der Klassen 9H bis 11H mit dem Thema Sprache anhand eines interdisziplinären Ansatzes, der Kunst, Kommunikation und Kreativität miteinander verbindet. Ein Jahr lang nehmen sie an verschiedenen Aktivitäten im Unterricht und an Workshops teil, die von externen Akteuren unter der Begleitung eines Künstlers aus dem Jura geleitet werden. Zu Beginn wählen die Schüler/innen in kleinen Gruppen ein Wort aus, das sie unter Verwendung des Kodex des Künstlers inszenieren, was zu einer Vielzahl von künstlerischen Produktionen (Fotografie, Theater, Musik usw.) führt. Diese Kreationen werden im Juni 2026 im Rahmen eines Schulfests präsentiert. Das Projekt findet parallel zur Renovierung der Schule statt, und die Kunstwerke werden in diesem Zusammenhang bleibende Spuren hinterlassen. Durch einen immersiven und partizipativen Ansatz werden die Schüler/innen dazu ermutigt, sich künstlerisch auszudrücken und die Auswirkungen von Wörtern auf die Kommunikation und Inklusion besser zu verstehen. Für Lehrpersonen wird die Einbeziehung externer Akteure sie dazu anregen, ihren Unterricht innovativ zu gestalten. Der Zusammenhalt des Lehrerkollegiums wird durch dieses gemeinsame bereichsübergreifende Projekt und die verbindende Veranstaltung am Ende des Schuljahres gestärkt. Ausserdem wird das Projekt dazu beitragen, BNE in einer motivierenden und partizipativen institutionellen Dynamik zu verankern.

Link zur Projektseite

25BNE02 Mit der Schule Untergoms im Naturpark lernen

Kontakt: Simone Imhof

Schule Untergoms, Fiesch (VS), 100 Schüler und Schülerinnen der 1H, 2H, 5H, 6H  

Beteiligter Akteur: Landschaftpark Binntal

Beschrieb: Nach der Schliessung der Schulen in Ernen und Binn pendeln die Kinder nun nach Fiesch im Goms. Um ihre Naturverbundenheit zu stärken, wurde gemeinsam mit dem Landschaftspark Binntal das Projekt «Parktage“ ins Leben gerufen welches das Unterrichten im Park mit BNE-Methoden und Prinzipien verbindet. Dabei lernen Kindergarten- und Primarschulkinder altersgerecht über Themen wie Jahreszeiten, Biodiversität und Umweltschutz. An acht Tagen pro Jahr besuchen sie den Landschaftspark Binntal und erleben dort naturnahe Bildung. Die Natur dient als Lernraum wo Lehrpersonen und eine Naturpädagogin in enger Zusammenarbeit und abgestimmt auf den Lehrplan unterrichten. Ziel des Projekts ist es, durch direkte Erfahrungen Achtsamkeit, BNE-Kompetenzen und eine starke Naturverbindung zu fördern und eine Schulkultur der Nachhaltigkeit aufzubauen. Das Projekt stärkt nicht nur das Umweltbewusstsein, sondern auch die Attraktivität und sozialen Strukturen der Region. Nach einer erfolgreichen Pilotphase wird es bis 2027 ausgebaut und langfristig in den Schulalltag sowie die Lehrpersonenausbildung integriert.

Link zur Projektseite

23BNE17 GemüseAckerdemie Primarschule Lindberg

Kontakt: Leander Grand, Irina Schneider

Primarschule Lindberg, Zyklus 2, 60 SuS

Beteiligte Akteure: Verein Acker Schweiz

Beschrieb: Mit dem Regelunterricht integrierten Bildungsprogramm GemüseAckerdemie bauen die SuS gemeinsam mit den LP auf dem schuleigenen Acker ihr Gemüse an (Frühling 2024).  Damit wird ein Lernort in der Natur geschaffen, welcher der Lebensmittelverschwendung und Naturentfremdung entgegenwirken soll. Die Lerninhalte drehen sich um den ökologischen GGemüseanbau, nachhaltiges Konsumverhalten, Ressourcenbewusstsein und Biodiversität.

23BNE08 Nachhaltige Ernährung

Kontakt: Meta Studinger

Allgemeine Berufsschule Zürich, Sekundarstufe II, 2'300 SuS

Beteiligte Akteure: Gastro futura, Verbände Ausbildungsbetriebe, Zulieferer, Digital Learning Hub, ÜK-Zentren, MBA, Öko-Interessensvertretungen und weiterer Schulen (Anfrage an Strickhof, Zürich)

Beschrieb: Im Team der Allgemeinen Berufsschule Zürich (ABZ) wird eine einheitliche Haltung zum Thema «nachhaltige Ernährung» entwickelt. Ziel ist es, gesamtschulisch den Blick auf das Thema «Ernährung» (Gesundheit) zu werfen und um einen weiteren wichtigen Aspekt – der Nachhaltigkeit - zu erweitern, um eine langfristige Veränderung im Verhalten der einzelnen Lernenden zu bewirken. Die Schule möchte Werte vorleben und sich neben dem pädagogischen Projekt auch als Institution weiterentwickeln. Dabei sollen Mitarbeitende und Lernende mit Vorschlägen partizipieren können. So kann sich die Schule als Ganzes nachhaltig verändern.

Auswahl an abgeschlossenen Projekten:

25BNE01 Das Schulhausareal wird zu einem naturnahen und lebendigen Bildungsraum

Kontakt: Susanne Heusser

Schulhaus Horgenberg, Horgen (ZH), 72 Schüler und Schülerinnen der Zyklen 1 & 2  

Beteiligte Akteure: Eltern, Förster, Liegenschaften Amt Horgen  

Beschrieb: Seit Sommer 2024 trägt die Schule Horgenberg das Profil «Draussen Unterrichten» und setzt es auf vier Ebenen um: (1) Unterricht im Lernraum Wald, (2) Lernen an ausserschulischen Lernorten mit BNE-Bezug, (3) gemeinsame Projekte mit Nachhaltigkeitsbezug, (4) Integration des Draussen-Unterrichts in den Schulalltag auf dem Schulhausareal. Letztere Ebene wird zwar schon genutzt, doch das Gelände ist noch kaum naturnah gestaltet. Es fehlen geeignete Aussenlernplätze wie z.B. beschattete Sitzmöglichkeiten, Naturlehrpfade oder Spiel- und Gartenbereiche. Um das draussen basierte Lernen weiter zu stärken, soll das Projekt dazu dienen, wetterfeste, naturnahe Gruppenplätze für mehrere Klassen zu bauen und sie mit den Kindern zu gestalten und pflegen. Ziel des Projekts ist, dass die Schule durch regelmässige Naturerfahrungen die BNE-Kompetenzen, vor allem Selbst- und Sozialkompetenzen der Schüler und Schülerinnen fördert. Der Draussen-Unterricht schafft reale, sinnstiftende Lernsituationen, stärkt das soziale Miteinander und legt damit die Grundlage für verantwortungsbewusstes, zukunftsfähiges Handeln.

24BNE13 Unverhandelbare Werte? Eine Frage der Perspektive

Oberstufenzentrum Mett Bözingen, Biel (BE), Zyklus 3

Der im Projekt entwickelte Workshop bot den Schülerinnen und Schülern einen geschützten Raum, um persönliche, gesellschaftliche und ethische Fragen zu thematisieren, die im Schulalltag oft zu kurz kommen. Sie konnten Anliegen und Unsicherheiten einbringen, die den Lehrpersonen teilweise nicht bekannt waren. Im offenen Dialog setzten sie sich intensiv mit kultureller und sozialer Vielfalt auseinander und reflektierten bestehende Spannungen.
Leitfragen zu Werten, Normen und respektvollem Zusammenleben förderten Perspektivenwechsel und Empathie. Die Schülerinnen und Schüler erkannten die Komplexität gesellschaftlicher Fragen und übten, unterschiedliche Meinungen auszudrücken und auszuhandeln. In Gruppenarbeiten entwickelten sie konsensorientierte Ideen und stärkten demokratische Kompetenzen wie aktives Zuhören, Empathie und Kompromissbereitschaft.
Zudem förderte das Projekt kritisches und kreatives Denken sowie aktive Partizipation. Insgesamt trug der Workshop zu einer offenen und respektvollen Gesprächskultur bei, die über das Klassenzimmer hinaus wirkt und das soziale Miteinander stärkt.

Themen: Dialog, Zusammenleben, Demokratie, kritisches Denken

24BNE12 Ausstellung « Reiseziel Erde »

Kollegium St. Michael, Fribourg (FR), Sekundarstufe II

Die Wanderausstellung «Reiseziel Erde» zeigte, wie Umweltbildung ansprechend und spielerisch vermittelt werden kann. Teilnehmende gewannen neue Perspektiven auf ihr eigenes Konsumverhalten und ihre Rolle im globalen Ökosystem. Auch für die Lehrpersonen bot die Ausstellung einen Mehrwert, da sie Umweltfragen interdisziplinär und praxisnah aufgreifen konnten.
Besonders förderte die Ausstellung das kritische Denken der Schülerinnen und Schüler und regte sie an, ihre eigene Haltung zu Umweltfragen zu reflektieren. Mit ihrem Halt in Freiburg setzte sie ein starkes Zeichen für BNE und interdisziplinäre Wissensvermittlung.
Die Ausstellung wurde von allen Klassen des Collège St. Michael (rund 1’000 Schülerinnen und Schüler) sowie von etwa 1’100 externen Personen besucht, darunter Schulklassen aus Gymnasien und FMS der Stadt Freiburg, Studierende der PH Freiburg und Fachstellen der Gesundheitsförderung.

Themen: Anthropozän, systemisches Denken, interdisziplinär, Wanderausstellung

Webseite zur Ausstellung

24BNE11 « Unsere Werte – Unsere Zukunft »

Primarschule Rosenberg (SH), Mehrstufig (1-6H und 8H) 

Beschrieb: Nach einer BNE-Bedarfsanalyse streben die Schulleitung sowie die Lehrpersonen danach, BNE langfristig in der Schul- und Unterrichtskultur zu verankern. Zu diesem Zweck sollen zwei Input-Workshops für Lehrpersonen zum Thema BNE und ihrer Umsetzung durchgeführt werden. Zusätzlich sollen die SuS sowohl im Unterricht als auch auf Ebene Schule partizipativ mitwirken können. Um BNE kennenzulernen, erhalten die Schülerinnen und Schüler ebenfalls einen Input-Workshop. Durch einen nachfolgenden Output-Workshop soll ihnen ermöglicht werden, eigene Initiativen, Projekte und Gefässe zu entwickeln, um BNE nachhaltig in die Schulstrukturen zu integrieren. Eine gemeinsame Kooperation (SL, LP, SuS) bringt unterschiedliche Perspektiven mit ein. Ziel ist, das vernetzte Denken aller Beteiligten zu schulen, Wertereflexion und Handlungsorientierung zu vermitteln und dadurch Partizipation und Empowerment bei den SuS zu fördern.

24BNE10 Mediazione Giovani - Laboratori di cultura urbana 2024/2025

Liceo Cantonale Locarno (TI), Gymnasium 

Beteiligte Akteure: Architektenbüro in Lugano: studio we architettura  

Beschrieb: Das Projekt zum Thema «Baukultur» beschäftigt sich mit einem Lehrpfad, der Schülerinnen und Schülern sowie Lehrpersonen das Verständnis für Raumplanung erleichtern soll. Beteiligt sind alle Sekundarschulen des Kantons Tessin (Liceo Mendrisio, Liceo di Lugano 1, 2 und 3, Liceo di Bellinzona, Liceo di Locarno und Scuola cantonale di commercio di Bellinzona). Im Rahmen des didaktischen Kurses werden die Schülerinnen und Schüler von Architekten und Stadtplanern begleitet. In Workshops können sie ihre Ideen zur Stadterneuerung sammeln und Zeichnungen und Diagramme dazu ausarbeiten. Die teilnehmenden Klassen erhalten anschliessend die Möglichkeit, ihre Entwürfe der Schule und Gemeinde vorzustellen. Das Projekt ist im Lehrplan der Oberschule in den Fächern Staatsbürgerkunde, Geschichte, Geografie und Biologie integriert.

Webseite des Projekts

24BNE05 Klangwald (bosco sonoro)

Städtische Schulen Medio Malcantone, Tresa und Pura  

Mehrstufig (1-7H), 240 SuS  

Beteiligte Akteure: Musica Fuori Sagl  

Beschrieb: Schülerinnen und Schüler aus 15 Klassen von drei Schulen erlebten den Wald durch Musik und Klänge im Zusammenhang mit der Natur. Konkreter Bestandteil des Projekts waren Hörübungen, das Bauen von Musikinstrumenten mit Naturmaterialien, die Kreation von Musik und das Erschaffen von Musikinseln. Die SuS sollten Musik erleben, mit ihr experimentieren und so auf kreative Weise eine Verbindung zu Natur und Umgebung aufbauen können. Durch das Zusammentreffen der drei Schulen mit unterschiedlichen Klassen wurde zudem ein Zusammengehörigkeitsgefühl gefördert.

24BNE03 Wasserjahr im Aegelmatt

Primarschule Pratteln (BL), Schulhaus Aegelmatt , Mehrstufig

Beteiligte Akteure: Pro Natura, Umweltpädagogik.ch, Umwelttheater für KG/UST, Tanzpädagogin, 3 Musiker  

Beschrieb: Die Schülerinnen und Schüler setzen sich fächerübergreifend mit der Ressource Wasser auseinander. Durch positive Erlebnisse in der sozialen Gemeinschaft sollen sie lernen, wertschätzend mit Wasser als Ressource umzugehen und sich selbst als Teil der Welt wahrzunehmen, indem sie lokal-globale Zusammenhänge erfahren. Die Themen und Planungsschritte werden im Schüler/innenrat besprochen und an alle beteiligten Klassen mit einem Aufruf zum Mitdenken und Mitgestalten weitergeleitet. Geplant sind vier klassenübergreifende Projekttage (Wasser-Spiel-Tag, Kreativtag, Naturtag, Wandertag zu einem Gewässer), Lieder und Tänze und als Abschluss eine musikalische Aufführung sowie eine Ausstellung. Innerhalb der Klassen sollen ein bis zwei Naturtage, ein Umwelttheater und eine Forscherecke realisiert werden. Die Projekttage, die Naturtage, die erarbeiteten Lernumgebungen und das Liederrepertoire können Jahr für Jahr wiederholt werden oder an ein anderes Schulhaus weitergegeben werden. In den darauffolgenden Jahren wird es in jedem Schuljahr einen Wassertag geben.

Artikel über das Projekt

23BNE15 Gemeinschaft pflanzen!

Schule Entlisberg, Mehrstufig, 210 SuS

Beteiligte Akteure: wolkenkratzerkombinat, Radioschule klipp und klang

Beschrieb: Interdisziplinäre Lernorte für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) werden geschaffen. Der Aussenbereich der Schule wird zu einem lebendigen Bildungsraum, in dem Kinder Verantwortung für sich selbst, ihre Schule und die Umwelt übernehmen.

Lernort 1: "Mit den Bäumen wachsen!" - Ein auditiver Rundgang um den alten Baumbestand, entwickelt gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern. Dazu wird didaktisches Lehrmaterial erstellt und in Workshops den Lehrkräften präsentiert.

Lernort 2: Gartenatelier im Schulgarten - Auch hier werden Lehrmaterialien erstellt und in Workshops den Lehrkräften vermittelt, um die pädagogische Begleitung im Schulgarten zu unterstützen.

23BNE11 Les jardins participatifs et l'école en forêt pour la biodiversité

Etablissement primaire de Coteau-Fleuri, Zyklen 1 und 2, 949 SuS

Beteiligte Akteure: keine

Beschrieb: Die Grundschule Coteau-Fleuri hat bereits Aktivitäten zur Förderung der nachhaltigen Entwicklung umgesetzt (Z. B. die Begrünung des Hofes, Mitmachgärten und Unterricht im Freien). Die Schulleitung will dieses Vorhaben weiterverfolgen und BNE nachhaltig in den Unterricht integrieren sowie langfristig in den Schulstrukturen verankern. 

Die Umsetzung geschieht in drei Teilprojekten:  

Projekt 1: Begleitung und Unterstützung von Lehrpersonen, die Unterrichtseinheiten in der Natur durchführen möchten. Dadurch können die Kinder eine multisensorische Art und Weise entwickeln, um ihre Umwelt wahrzunehmen.

Projekt Nr. 2: Den Lehrpersonen sollen Unterrichtssequenzen und eine Begleitung über das ganze Jahr zur Verfügung stehen, um Pilze zu erforschen und die Bedeutung von Myzelien für die Erhaltung der Biodiversität zu verstehen. Die Lehrpersonen werden diese Sequenzen mit den Schülerinnen und Schülern im Laufe des Jahres besprechen. 

Projekt Nr. 3: Die Realisierung eines wissenschaftlichen Labors zur Einführung der Kinder in die Konzepte der Biodiversität und der Wichtigkeit der Myzel-Bakterien (Z. B. durch überprüfen, ob die Myzelien bestimmter Pilze zur Gesundheit von Bienen beitragen können. Selbst hergestelltes Biomaterial aus Myzelien können die Kinder in ihren Insektenhotels anbringen.

23BNE10 Education à la durabilité et bois de résonance

Primar- und Sekundarschule Vallée de Joux, Le Sentier (VD), Zyklus 1-3

Dieses Projekt hatte zum Ziel, Unterrichtssequenzen zum Thema Klangholz zu entwickeln. Es stützt sich auf eine enge Zusammenarbeit zwischen der Primar- und Sekundarschule Vallée de Joux, dem Naturpark Jura vaudois, der Pädagogischen Hochschule Waadt (HEP Vaud) sowie einem Experten für Klangholz. Die Beiträge der PH Waadt in den Bereichen Outdoor Education und Bildung für Nachhaltigkeit ermöglichten es, die Lehrpersonen in der Ausarbeitung von Unterrichtssequenzen zu schulen. éducation21 achtete dabei auf die Kohärenz der Unterrichtssequenzen mit ihren Qualitätskriterien für eine Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).
Die so entwickelten Unterrichtssequenzen werden heute an der Primar- und Sekundarschule Vallée de Joux sowie an weiteren Schulen im Kanton Waadt eingesetzt. Mehrere Klassen beteiligten sich zudem an Angeboten und Aktivitäten des Naturparks Jura vaudois rund um das Thema Klangholz.

Themen:  Klangholz, Outdoor Education, didaktischer Lernpfad, Musik

Link zum Lernmedium auf Französisch

23BNE04 Wir planen und gestalten unseren Lernort

Filasez Schule Winterthur (ZH), Mehrstufig

Im Sommer 2022 ist die Filasez Schule in ihre neuen Räumlichkeiten eingezogen. Die Schule ist gemeinsam mit den Kindern, Eltern und externen Experten einen partizipativen Prozess der Raumgestaltung und -einrichtung durchgelaufen, um das selbstständige und selbstorganisierte Lernen zu unterstützen und zu fördern. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Schule flexible und multifunktionale Möbel besorgt, die es ermöglichen, verschiedene Lernumgebungen zu schaffen und den individuellen Bedürfnissen und Interessen der SuS gerecht zu werden.

23BNE02 Globulo Schwarzenburg

Primarschule Schwarzenburg (BE), Mehrstufig

Das übergeordnete Ziel des zweijährigen Projektes war die nachhaltige Schulhausentwicklung im Sinne einer BNE. Mittels agiler und sozialer Organisationsentwicklung über alle vier Schulhäuser sowie dem Aufbau einer Bildungslandschaft im Gesamtschulansatz vor Ort wurde dieses Ziel erreicht. Dazu:

  1. Kompetenzaufbau der Lehrpersonen in den Bereichen BNE & Gesundheitsförderung sowie im Bereich überfachlicher und fächerübergreifender Kompetenzentwicklung. 
  2. Die Entwicklung eines nachhaltigen Schulhausprofiles gemäss dem Gesamtschulansatz der BNE sowie die selbsttätige Befähigung der Schulleitenden und Lehrpersonen, diesen weiterzuentwickeln.
  3. Der Kompetenzaufbau aller Schulakteure im Kontext der BNE sowie in Hinblick auf Teilhabebereitschaft (einschliesslich Organisationsentwicklung) sowie den breiten Wirkhorizont einer Kulturellen Bildung für Nachhaltige Entwicklung (KuBiNE) zur selbsttätig partizipativen Befähigung aller Schulakteure.

BZ Artikel «Kinder lernen, Pokémon-Diebe zu stellen»

Globulo Broschüre

Projekte aus dem 2022

Wie können Schulen Selbstvertrauen, Kreativität und Verantwortungsbewusstsein bei Kindern und Jugendlichen fördern? Im Rahmen des Finanzhilfeprogramms von éducation21 wurden vier Projekte aus den Bereichen Biodiversität, Resilienz, Kunst und Naturwissenschaften umgesetzt. Sie fördern bei Schülerinnen und Schülern zentrale sozial-emotionale Kompetenzen wie Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl und Selbsterkenntnis – und geben Lehrpersonen die Möglichkeit, neue pädagogische Ansätze zu erproben.

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Wichtige Informationen

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Dr. Isabelle Dauner Gardiol
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